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Beitrag 6
Was, wenn ich schon alles habe?
Montag, 3. August 2026
Eine Frage treibt mich gerade um her: Was, wenn ich schon alles habe, um mich auf das nächste Level zu bringen? Mein Bücherregal jedenfalls hat genau diejenigen Bücher, die mich weiterbringen werden: Bücher im Bereich Erfolg, Achtsamkeit, Journalismus, Lebensführung und Management. Dies als Protokoll, dass ich dies festgestellt habe. Unten jeweils die aktuelle Lektüre Ein Buch nach dem anderen durcharbeiten - der Neugier folgen - - Juli: Antoine de Saint-Exupery: Der kleine Prinz - August: BMI Lab - 55 Patter Cards - St. Gallen Business Model Navigator
Beitrag 5
Reduktion der Bildschirmzeit auf 25 Minuten & Kennzeichnung von KI-Inhalten
Sonntag, 26. Juli 2026

25 Minuten sind genug

Ich habe für mich beschlossen, dass ab 25 Minuten Bildschirmzeit auf meinem iPhone das App-Limit aktiv wird. Dies bedeutet, dass jede App separat für 15 Minuten oder den ganzen Tag aktiviert werden muss.

KI und digitale Medien bedrohen unser Bewusstsein

Das Buch "KI als Angriff auf unser Bewusstsein" von Ingo Leipner zeigt eindrücklich auf, wie sich unsere Neuroplastizität aufgrund des Gebrauchs digitaler Medien reduziert. In der zitierten E-READ Studie (auch Stavanger-Erklärung zur Zukunft des Lesens genannt) konnte gezeigt werden, dass sich von 2000 bis 2020 die Lese- und Schreibfähigkeiten reduziert hatten. Ausserdem zeigt die Studie die Überlegenheit von Lesen auf Papier gegenüber Lesen auf Bildschirmen. Bereits Delgato et al. (2018) berichteten vom Effekt der "screen inferiority". Dies bedeutet: Texte auf digitalen Geräten werden vom Menschen weniger tief bearbeitet oder überflogen.

KI als nächster Schritt

Wenn als nächster Schritt nicht nur eine weniger tiefe Informationsverarbeitung sondern sogar ganze Denk- und Reflexionsprozesse an die Maschine ausgelagert werden, stehen wir vor grossen Fragen: Was ist das noch das menschliche Bewusstsein? Und noch viel wichtiger: Welche Denkarbeit soll honoriert werden, wenn diejenige mit KI nur in der "Promptologie" also in der Verfassung des Prompts war, nicht in der Denkleistung selbst.

KI-Kennzeichnung tut not

Die EU geht mit gutem Beispiel voran. In Artikel 50 des EU Artificial Intelligence Act müssen künftig KI-Inhalte, Chatbots und KI-unterstützte Inhalte von öffentlichem Interesse gekennzeichnet werden. Andernfalls drohen finanzielle Strafen. Ob diese durchgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Es steht jedoch ausser Frage, dass eine Kennzeichnung unbedingt notwendig ist. Wie soll sich eine Gesellschaft, die bereits eine flachere Informationsverarbeitung hat, eine vernünftige Meinungsbildung vollziehen, wenn sie nicht zwischen "echten" und KI-Inhalten mehr unterscheiden kann?

Mediennutzung in den USA - Wir alle sind betroffen

Die Digitalisierung indes lässt sich nicht mehr aufhalten. Wie in einer Studie von Common Sense Media (2015) ersichtlich, beträgt der Medienkonsum bei 13-18-Jährigen täglich bis zu neun Stunden, bei 12-14-Jährigen liegt er bei sechs. Auch wenn hier alle Medien darunterfallen (Bildschirmmedien liegen immer noch bei 5 respektive 7 Stunden), ist klar: Wir sind alle mit potenziellen KI-Medien konfrontiert.

Unsere Schulen - Vorsicht ist geboten

Vor dem Hintergrund der Schwemme an Informationen - Digitalisiert und neu mit KI - sind die Schulen vor digitalen Medien weiterhin zu schützen. Es gibt Fälle von Smartphone-Verboten an Schulen, die zeigten, dass die Lese- und Schreibfähigkeiten wieder angestiegen sind. Ob durch weniger Ablenkungen oder mehr Lesen sei dahin gestellt. Unsere Pädagogen sind dahingehend vor den Interessen der Konzerne zu schützen.

Politische Forderung für die Schweiz

Auch die Schweiz soll in der Kennzeichnung von KI-Inhalten nachziehen. Es gelten aktuell weiterhin das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG, das Datenschutzgesetz DSG und das Urheberrechtsgesetz URG. Analog dessen gilt bereits eine KI-Kennzeichnung. Denn wer sich einen unfairen Vorteil verschafft, Persönlichkeitsrechte missachtet oder Daten ohne Zustimmung automatisiert verarbeitet, macht sich bereits strafbar. Eine Kennzeichnung "KI-generiert" oder "KI-unterstützt" ist jedoch notwendig, um die breite Bevölkerungsschicht zu sensibilisieren.

Fazit

Insgesamt sind die Entwicklungen bedrohlich. Weniger tiefes Denken am Bildschirm, zunehmende Bildschirmzeit und neu nicht gekennzeichnete KI-Inhalte sind Gefahren für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie. Mit einer Kennzeichnung von KI-Inhalten und einer persönlichen Limitierung der Bildschirmzeit kann dieser Entwicklung jedoch entgegengewirkt werden.

Quellen

Common Sense Media. (2015). The Common Sense Census. Media use by Tweens and Teens. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://www.commonsensemedia.org/sites/default/files/ research/report/census_researchreport.pdf

Delgato, Pablo. Vargas, Christina. Ackermann, Rakefet. Salmeròn, Ladislao. (2018). Don't throw away your printed books: A meta-analysis on the effects of reading media on reading comprehension. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/ S1747938X18300101#sec3

EU Artificial Intelligence Act. (2016). Artikel 50: Transparenzverpflichtungen für Anbieter und Betreiber von bestimmten KI-Systemen. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://artificialintelligenceact.eu/de/article/50/

Leipner, Ingo. (2024). KI-Angriff auf das Bewusstsein.

WEKA. (2026). Kennzeichnung: KI-generierte Inhalte. Abgerufen am 26. Juili 2026 von https://www.weka.ch/themen/datenschutz-und-it-recht/kuenstliche-intelligenz-und-recht/article/kennzeichnung-ki-generierte-inhalte/

Wikipedia. (2026). Stavanger-Erklärung. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://de.wikipedia.org/wiki/Stavanger-Erklärung

*Dieser Text wurde ohne die Verwendung von KI verfasst
Zeit am Bildschirm führt zu weniger tiefem Denken. Die Generierung von KI-Inhalten verstärkt diesen Effekt. Vor diesem Hintergrund ist die Bildschirmzeit zu reduzieren und die Zeit vor physischen Medien zu erhöhen. Die Schweiz soll in der Kennzeichnung von KI-Inhalten - wie die EU dies bereits eingeführt hat - nachziehen. Dies, im Zuge einer adäquaten Meinungsbildung und Fairness in der Leistungsgesellschaft.
Beitrag 4
Ein Fokus: Bücher zur Selbstfindung
Freitag, 3. Juli 2026
Aktuell reduziere ich auf einen einzigen Fokus: Bücher zur Selbstfindung. Kein Springen zwischen mehreren Dingen nebenher — Nur eines: Bewusste intellektuelle Beschäftigung - ein Buch aufs Mal. Für mich selbst als Protokoll festgehalten, damit ich später sehe: das war gerade die Priorität. Aktueller Fokus: Bücher zur Selbstfindung
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